Sieben Jahre nach ihrer Scheidung erkannte Damien sie kaum wieder.
Apolline wischte den Boden des Einkaufszentrums, den Blick auf ein Kleid gerichtet, das hinter einer Schaufensterscheibe ausgestellt war – ein seltenes Stück, unbezahlbar teuer. Ein grausames Lächeln zog sich über Damiens Lippen.
„Du kannst es dir ansehen, so lange du willst“, spottete er. „Du wirst niemals die Ausstrahlung haben, um so etwas zu tragen.“
Apolline antwortete nicht. Sie bückte sich lediglich, um die Geldscheine aufzuheben, die er gerade auf den Boden geworfen hatte. Nicht aus Bedürftigkeit, sondern aus Respekt vor dem Ort. Ruhig legte sie sie auf den Rand eines Mülleimers.
„Behalten Sie sie. Sie werden sie nötiger haben als ich.“
Diese Ruhe verunsicherte ihn. Keine Wut. Keine Demütigung. Nur eine stille Würde.
Candice kicherte an seinem Arm.
„Arm, aber stolz … wie immer.“
In genau diesem Moment erstarrte das Einkaufszentrum. Männer in dunklen Anzügen betraten die Halle, gefolgt von einem Team Journalisten. Der Direktor verbeugte sich tief vor Apolline.
„Madame, alles ist bereit. Die Präsentation beginnt in drei Minuten.“
Die gesamte Halle versank in einer unwirklichen Stille.
Damien erblasste.
„Madame … Apolline?“ stammelte er mit zugeschnürter Kehle.
Sie nickte nur.
Und zum ersten Mal seit sieben Jahren begriff er, dass er nie wirklich gewusst hatte, wer sie war …
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Ohne ein Wort legte sie ihren Lappen beiseite und zog die Handschuhe aus. Eine Assistentin trat heran und legte ihr einen makellos weißen Blazer über die Schultern.
In wenigen Sekunden existierte die Reinigungskraft nicht mehr.
Vor ihm stand eine aufrechte, elegante Frau mit ruhigem, unerbittlichem Blick.
Der grauhaarige Mann trat vor.
„Meine Damen und Herren, ich habe die Ehre, Ihnen Madame Apolline Rousseau vorzustellen, Gründerin des Hauses Phénix Rouge und Hauptinvestorin der heute Abend vorgestellten Kollektion.“
Damien schwankte.
Hinter ihr trug das rubinbesetzte rote Kleid – jenes, das er verachtet hatte – diskret ihren Namen.
Apolline lächelte.
„Vor sieben Jahren hast du gesagt, ich sei nicht auf deiner Höhe. Vor wenigen Minuten, dass ich dieses Kleid niemals berühren würde.“
Die Vitrine öffnete sich. Unter den Scheinwerfern strich sie über den scharlachroten Stoff.
„Schade …“, murmelte sie. „Denn hier ist derjenige, der keinen Platz mehr hat … du.“
Damiens Handy vibrierte unaufhörlich.
Vertrag gekündigt. Investition zurückgezogen. Exklusivvertrag unterzeichnet mit Madame Apolline Rousseau.
Candice ließ seinen Arm los, leichenblass, und entfernte sich ohne einen Blick zurück.
Apolline ging an ihm vorbei. Sie blieb nicht stehen.
„Danke … dass du mich hast gehen lassen.“
Damien blieb allein zurück, gefangen in einem Luxus, der ihm nicht mehr gehörte.










