“Du wirst es bereuen!” — Er demütigte die „Zivilistin“… ohne zu wissen, dass sie die neue Kapitänin war.
Als ich ankam, stand die Trainingseinheit im Schwimmbad bereits unter Spannung.
Oberfeldwebel Marc Delcourt — mit jahrelanger Erfahrung in der Ausbildung von Soldaten — schrie die Rekruten an: „Wenn ihr jetzt aufgebt, werdet ihr im Einsatz scheitern! Überwindet eure Angst!“
Lucas Morel, neunzehn Jahre alt, die Lippen vor Kälte zitternd, hatte Schwierigkeiten im eiskalten Wasser. Seine Bewegungen wurden unkoordiniert, sein Kopf sank unter, Panik setzte ein. Von einer Säule aus beobachtete ich, wie Delcourt rief: „Weitermachen oder endgültig raus!“
Dann verschwand Lucas unter Wasser.
Ich zögerte nicht. Ich zog meine Schuhe aus, rannte los und sprang vollständig bekleidet ins Wasser. Die Kälte durchdrang mich, aber mein Körper reagierte instinktiv. Mit wenigen Bewegungen erreichte ich ihn, stützte ihn unter dem Arm und brachte ihn keuchend wieder an die Oberfläche.
Stille legte sich über den Raum. Alle Rekruten schauten zu. Auch Delcourt, überrascht.
Ich half Lucas zum Beckenrand, stieg dann selbst aus dem Wasser, durchnässt, und sah dem Sergeant direkt in die Augen. „Sie hätten früher eingreifen müssen. Ihre Methode hätte beinahe schiefgegangen und ihn getötet.“
Er lächelte skeptisch, immer noch in dem Glauben, es mit einer Unbekannten zu tun zu haben. „Wer sind Sie überhaupt? Hier bin ich derjenige, der das Kommando hat. Zivilisten—“
Ich zog die durchnässten Dokumente aus meiner Tasche und hielt sie ihm entgegen. Das Wasser lief noch von den Seiten, während er sie las.
Als sie verstanden, wer ich war, erstarrten alle vor Schock…
Der Sergeant wurde blass, als er die Zeilen ein zweites Mal überflog, als hoffe er, sich verlesen zu haben.
👇 Die ganze Geschichte findest du unten im ersten Kommentar 👇👇
Kapitänin Elena Blackwood. Neue Kommandantin des Phantom-Teams.
Die Stille wurde schwer, fast erstickend. Selbst die Rekruten, die eben noch geflüstert hatten, waren wie erstarrt. Lucas, noch immer keuchend am Beckenrand, murmelte: „Oh mein Gott…“
Delcourt richtete sich auf, seine Selbstsicherheit bröckelte. „Ma’am… ich… ich wusste es nicht.“
Ich reagierte nicht. „Das ist nicht der Punkt. Es geht um Überleben.“
Meine Stimme war ruhig, ohne Wut, aber scharf genug, um die Luft zu zerschneiden.
Ich wandte mich an die Rekruten. „Holt Lucas aus dem Wasser. Sofort. Und bringt ihn ins Sanitätszentrum.“
Zwei Männer gehorchten sofort.
Dann fügte ich hinzu, ohne die Stimme zu heben: „Training morgen um 08:00 Uhr. Anwesenheit ist verpflichtend.“
Stille folgte meinen Worten. Niemand bewegte sich wirklich, als könnte die kleinste Bewegung alles zerstören.
Delcourt öffnete den Mund, um sich zu rechtfertigen. „Kapitänin, ich dachte der Druck—“
„Druck rechtfertigt keine Unvorsichtigkeit“, unterbrach ich ihn.
Er schwieg sofort.
Die Rekruten begannen sich langsam zu zerstreuen, doch ich spürte ihre Blicke auf mir. Noch kein Respekt. Noch kein Vertrauen. Nur Überraschung… und Zweifel.
Ich blieb einen Moment allein am Beckenrand stehen, während das kalte Wasser noch von meiner Kleidung tropfte.
Und in dieser Stille wusste ich eines: Das war erst der Anfang.








